Tiefwasser - Legenden der prächtigen Stadt

Selvetarms Fänge

Die Situation schien für uns zunächst richtig aussichtslos.
Vor uns die Wachen, hinter uns eine Überzahl von Dunkelelfen, wovon eine sogar eine Klerikerin war.
Auch an Maith war nicht wirklich ein Herankommen. Sie war übersät mit giftigen Spinnen.

Natürlich zögerten die Dunkelelfen nicht uns anzugreifen. Zum Glück stellte sich heraus, dass Naldrin eine Verbündete unter den Dunkelelfen hatte. Wohl eine alte Freundin? Gemeinsam schafften wir es die Dunkelelfen zu überwältigen.
Naldrin hatte sogar noch eine Bekanntschaft unter den Entführern. Er nannte ihn beim Namen und trug eine Kette mit dem Zahn seiner ehemaligen Reitechse. Leider gab er sich erst zu erkennen, als Naldrins Klinge ihn durchbohrte.

Essra die Klerikerin entkam durch eine Geheimtür. Zum Glück hatte Medea sie im Blick und konnte sich die Stelle merken.

Durch ein recht kompliziertes Ritual wobei ich Marns und Naldrins Hilfe dringend benötigte, konnten wir die Giftspinnen von Maith entfernen und die junge Mondelfe befreien.
Medea hielt während dessen Wache.

Dann mussten wir nur noch den Weg wieder zurück finden.

Irgendwie mussten wir noch ein paar Schlangenmenschen aufgeschreckt haben, denn diese verfolgten uns bis unter den Aufgang am gähnenden Portal. Und nachdem wir das Weibchen schwer verletzt hatten, zog sich das Männchen mit ihrem Leib zurück.

Oben in der Taverne feierten wir unseren Erfolg und Marn vollführte unterstützt von einigen Zaubertricks ein paar großartige Gesänge über unsere Erlebnisse im Unterberg.

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Der Weg durch die Gänge

Und so standen wir in schwarzen Wasser.
Ein Riesenaal dachte wohl, wir wären leichte Beute. Wir haben ihn eines besseren belehrt.

Am anderen Ende des Raumes stand eine verwitterte Sahuagin-Statue. Ihr abnehmbarer Kopf präsentierte uns drei metallische Ringe.
Leider störten sich an dem fehlenden Kopf zwei Skelettwächter die unter dem Wasser lauerten.
Sie trugen das Zeichen von Tyrannos.

Nach dem erbitterten Kampf führten uns die unterirdischen Gänge zu einer Orkwache. Dieser alte Knilch war allerdings allein und schien schon eine Weile hier zu hausen.
Er floh vor uns in einen Raum voller weißem Sand, wo er Medeas und Naldrins Kampfkünsten unterlag.

In dem Raum fanden wir lediglich eine alte Kiste mit einer verwitterten und nicht mehr lesbaren Schriftrolle. Sowie eine schwarze Perle.

Die nächste Kreatur, die sich uns in den Weg stellte war ein riesiger larvenartiger Wurm mit scharfen Zähnen und unzähligen giftigen Tentakeln. Mit mehr Glück als Verstand besiegten wir das Ungetüm.

Dann fanden wir etwas sehr aufregendes. Einen Weg weiter nach unten in den Unterberg. Versiegelt mit einer tödlichen Feuerfalle. Noch mussten wir sie umgehen, aber eines Tages, kehren wir dahin zurück. (Ich jedenfalls werde es)

Die beiden Ghule, über die wir noch stolperten, sind nicht weiter erwähnenswert.

Letztendlich führte uns eine Ratte durch die Halle der alten Könige, an deren Stirnseite sich eine gesicherte Tür befand. Versiegelt mit einem Spinnennetz. Dunkelelfenmagie. Eine Warnvorrichtung. Hier waren wir wohl richtig.

Mit arcanen Kräften und einem gemeinsamen Ritual konnten wir diese Falle entschärfen.

Vor uns im Raum, über einen Altar gekettet hing Maith. Bewacht von zwei Dunkelelfen. Und hinter uns… Eine Dunkelelfen-Patroullie…

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2. Mirtul 325 NZ: Naldrins Geschichte

Mir fiel eine Last von den Schultern als ich die Straßen Tiefwassers verließ. Diese faszinierende Stadt ist selbst nachts so voller Leben, jedoch kann ich mich nicht frei auf ihren Straßen bewegen und muss mich hinter einer Maskerade aus Lumpen und Bandagen verstecken.
Aber nun werden wir diese Stadt vorerst hinter uns lassen und uns in den Unterberg wagen. Allerdings bin ich nicht nach Ruhm und Reichtum aus, denn wir suchen die entführte Maith Schlankbogen. Ich habe bei dieser Elfenfamilie eine Schuld zu begleichen, eine Schuld die ich mir in meiner Zeit in Melee-Magthere auferlegte. Damals überfiel unser Trupp eine Karawane der Familie Schlankbogen und wir stahlen einige wertvolle Familienerbstücke. Doch nun war die Zeit gekommen wenigstens eines meiner Verbrechen wieder gut zu machen.
Wir standen nun also im Gähnenden Portal und in mir mischten sich die Vorfreude, endlich wieder in die Dunkelheit einzutauchen, und die Ungewissheit dessen, was in der Tiefe auf uns lauert. Bevor wir in die Tiefe des Unterbergs abgelassen wurden, trafen wir zwei skurrile Söldner, Lister und Gruda, doch wir waren uns über ihre Absichten nicht sicher und so lehnten wir ihr Angebot ab.
Nun konnte die Reise beginnen und wir wurden abgelassen.
Unten angekommen machte ich mich sofort daran, meine Tarnung gegen meinen feingearbeiteten Drow Schuppenpanzer zu tauschen. Während ich mich rüstete und meine Verkleidung im Rucksack verstaute, inspizierten die anderen bereits den Raum.
Kristana ist eine sehr wissbegierige und ambitionierte Magierin. Ich denke sie wird in den tiefen auf einige unerwartete und neue Gefahren stoßen, doch ich bin froh sie an meiner Seite zu wissen.
Um Marn, den jungen Barden aus Tiefwasser, mache ich mir am meisten Sorgen. Ich befürchte, dass er zu viel Zeit mit dem Studium der Heldengeschichten verbracht hat und hoffe, dass er die Gefahr der Tiefen erkennt und sich nicht überschätzt. Ich glaube in ihm schlummert großes Potential.
Zwischen mir und Medea hat sich bereits eine Freundschaft entwickelt. Ich weiß nicht was sie ist, doch ich weiß, dass sie gut ist. Ich habe sie damals in Schädelhafen befreit und seit diesem Zeitpunkt bin ich ihr nur ungern von der Seite gewichen. Wenn ich als Drow an der Oberfläche um mein Leben fürchten muss, wie muss sich dann Medea fühlen, als ein Wesen, das scheinbar aus einer anderen Welt stammt und weder an der Oberfläche noch in den Unterreichen zu Hause ist. Und genau aus diesem Grund habe ich geschworen sie zu schützen.
Wir brachen in die Dunkelheit auf und folgten dem schwarzen Gang in den Unterberg.
Am Ende des Ganges kamen wir in eine kleine Halle, welche einige Säulen enthielt. Mutig ging ich voran, da wir ein Aufblitzen in der Mitte des Raumes gesehen hatten. Kaum hatte ich den Raum betreten, nahm ich über mir einen weißen Schemen wahr. Blitzartig riss ich meinen Speer hoch und nahm Verteidigungshaltung ein, doch es war nur eine skelettierte Schlange, die sich um eine der Säulen wand. Meine Gefährten haben mich vielleicht als schreckhaft wahrgenommen, doch in diesen Gefilden kann man nicht vorsichtig genug sein. Wir machten uns daran die Goldmünze und den Raum zu untersuchen. Es stellte sich heraus, dass in dieser Halle beinahe jede Magie wirkungslos war.
Ich spähte in einen Gang und konnte dank meiner Drowaugen eine Gestalt sehen, welche einige Münzen auf den Boden warf und darauf mit einem hämischen Lachen in dem Gang verschwand.
Dieser Gang wurde von uns auf der Stelle als offensichtliche Falle abgestempelt und wir wendeten uns den anderen Gängen zu, als plötzlich zwei Orks aus einem Geheimgang auftauchten und mich unter Beschuss nahmen. Ich lies mich fallen und wartete den richtigen Moment ab, um auf den Bogenschützen zuzustürmen und ihm das Leben mit meinem Speer auszutreiben. Der zweite Gegner erwies sich als zäher, doch konnte seine Axt meine Rüstung nicht durchdringen. Der Ork verwandelte sich in eine lodernde Fackel, als er von einem Feuerball getroffen wurde, welcher Medeas Handschrift trug.
Uns wurde kein Augenblick der Rast gewährt. Aus einem weiteren Gang zischte ein Pfeil in Richtung unseres Bardens und ich konnte hinter Medea eine seltsame Gestalt erblicken. Ich zögerte keine Sekunde und jagte durch die Halle und blieb dabei sogar meinen Verbündeten verborgen.
Ich stand nun zwischen Medea und der rätselhaften Gestalt, die zu meiner Verwunderung Medeas Ebenbild war, doch ich konnte das Original von der Fälschung unterscheiden und nahm augenblicklich Verteidigungsstellung ein um die wahre Medea zu schützen. Dieses Wesen war jedoch nur auf meine Gefährtin fixiert und begann sie mit Feuerbällen einzudecken. Es fiel mir leicht das Spiegelbild aus dem Gleichgewicht zu bringen und so Medea vor größerem Schaden zu bewahren. Medea wehrte sich und wir konnten den Doppelgänger gemeinsam besiegen, wobei es mir wirklich schwer fiel ihr Ebenbild zu attackieren.
Währenddessen kümmerten sich unsere Gefährten um die restlichen Orks und konnten ein leuchtendes Kettenhemd finden. Während des Kampfes verlor Medea ihren Schleier und konnte so ihre monsterhaften Zähne nur noch schlecht vor unseren Gefährten verbergen, also griff ich schnell in meinen Rucksack und bot ihr einen Lumpen an, um damit ihr Geheimnis weiterhin bewahren zu können.
Skeptisch aufgrund der, von den Orks geöffnete, Geheimtür untersuchte ich den Gang nach möglichen weiteren Geheimtüren und ich wurde fündig. In dem kleinen Raum dahinter fanden wir einen kleinen Messingschlüssel und eine magische Rüstung, von welcher ich einen seltsamen Eisenring erhielt.
Wir entschieden uns weiter in den Unterberg vorzudringen und wählten den von Spiegeln gesäumten Gang, in welchem Medea und ich den Doppelgänger bekämpften. Hinter zwei der Spiegel konnten wir sogar einige Tränke und einen Kessel voll mit Silbermünzen finden, doch Kristana riet uns davon ab ihn an uns zu nehmen, da er durch eine magische Falle geschützt würde. Ich beschloss ihren Rat zu befolgen, schließlich war sie in magischen Dingen bewandert, auch wenn ich von ihrem magischen Talent, außer einer kurzlebigen Lichtkugel, noch nichts bestaunen konnte.
Als wir weiteren Gängen in den Unterberg folgten trafen wir auf einen Schleier der Dunkelheit. Diese Magie ist mir nicht unbekannt und Kristana versicherte uns, dass uns dadurch keine Gefahr droht. Doch Medea war skeptisch und warf einige blecherne Becher durch den Schleier, welche zu unserer Verwunderung geräuschlos in der Dunkelheit verschwanden. Medeas Neugier war geweckt und ich gab ihr erneut ein paar meiner Lumpen aus meinem Rucksack. Sie band sie zu einem provisorischen Seil und warf damit einen Becher in die Finsternis. Ruckartig straffte sich das improvisierte Seil und riss Medea in die Dunkelheit. Instinktiv griff ich nach ihrem Gürtel, doch mit der Stärke des Sogs hatte ich nicht gerechnet und so wurde ich ebenfalls in den Schleier gezogen. Bevor ich gänzlich darin verschwand gelang es mir nach Marns helfender Hand zu greifen, doch nun wurde auch er in die Schwärze gesogen. Hinter dem Schleier verbarg sich ein kreisrunder Abgrund und wir drohten nun hinein zu stürzen. Ich klammerte mich mit ganzer Kraft am Rand des Abgrunds fest und Medea hing an mir. Marn stürzte von Kristanas Stab getroffen in den Abgrund, konnte sich aber dank Medeas Hilfe noch festhalten. Schließlich kamen Kristanas rettende Stiefel und Beine auf mich zu und mir gelang es mit einem wagemutigen Manöver meine Hand vom Abgrund zu lösen und blitzschnell nach Kristana zu greifen. Wie ein Tier kämpfte ich mich mit letzter Kraft nach oben und hatte es geschafft dem tödlichen Schlund zu entkommen. Leider hatte Kristanas Ausrüstung unter meiner Verzweiflungstat gelitten und sie musste den Unterberg nun mit nackten Füßen und einer zerissenen Robe erkunden. Marn und Medea konnten sich nun aus eigenen Kräften aus dem Abgrund retten.
Erschöpft und deutlich gezeichnet sammelten wir uns in dem Gang vor dem Schleier und mussten uns erst einmal von dem Schrecken der letzten Sekunden erholen.
Wir beschlossen den Unterberg weiter, auf der Suche nach Maith, zu erkunden und wir kamen in einen Gang, an dessen Ende wir auf zwei Türen stießen. Langsam öffnete ich die erste Tür einen kleinen Spalt, doch als ich einen Raum voller Spinnweben erblickte, schloss ich die Tür augenblicklich wieder. Das Risiko die Spinnenkönigin durch meine frevelhaften Taten zu erzürnen war schon zu groß, da konnte ich nicht noch einen Kampf mit einer Spinne riskieren. Ich bin immer noch ein Teil der Drowgesellschaft und ich fürchte den Zorn Lolths.
Wir öffneten die zweite Tür und traten in einen Raum, der zu meiner Erleichterung keine Spinnenweben enthielt. Darin fanden wir ein verrottetes Skelett mit einer schimmligen Tasche. Kristana machte sich sofort daran die Tasche zu durchsuchen und fand einen Behälter mit einer Schriftrolle, während Marn sich intensiv mit dem alten Helm des Toten befasste. Plötzlich sprang ein insektenartiges Wesen aus dem Helm und heftete sich an Marns Gesicht. Mein Gefährte versuchte sich das Untier aus dem Gesicht zu reißen, doch es gelang ihm nicht und das Insekt rammte seinen Stachel in Marns Schädel. Medea zögerte nicht lange und warf einen Feuerball direkt in das Gesicht unseres armen Bardens, woraufhin das rote etwas explodierte und deutliche Spuren in Marns Gesicht hinterließ. Zum Glück hatte Kristana einen Heiltrank parat und kümmerte sich um den inzwischen deutlich angeschlagenen Barden.
Nach diesem Zwischenfall machten wir uns wieder daran den Unterberg zu erkunden. Ich fand in einem Versteck im Boden einige zwergische Münzen, welche laut Marn von gar nicht mal geringem Wert sein sollen.
Während unserer Erkundung stießen wir auf eine versiegelte Tür und Medea las die Inschrift vor.
Auf einmal begann die Welt um uns zu verschwimmen und im nächsten Moment spürte ich eine kühle Nässe an den Beinen. Scheinbar hatte sie einen Teleporter aktiviert, welcher uns in einen stockdunklen gefluteten Raum transportierte und mein Instinkt verriet mir, dass hier etwas auf uns lauerte…

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2. Mirtul 325 NZ
Der Abstieg

Zwei Tage nach der nächtlichen Entführung von Maith Schlankbogen, machen sich Kristana, Marn Mondstern Medea und Naldrin Baenre auf um in den Brunnen des Gähnenden Portals zu steigen. Jeder von ihnen bringt seine eigenen Motive, das Mädchen zu retten, mit.
Nachdem sie die Dienste der Söldner Lister und Gruda abgelehnt haben, werden sie in die Tiefen des Unterberges hinab gelassen.

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325 NZ Grüngras
Entführung in den Straßen der Stadt

Am späten Abend des Grüngrasfestes 325 NZ war das Elfenmädchen Maith Schlankbogen in Begleitung ihrer Eltern Feranduil Schlankbogen und Elisven Schlankbogen nach einem Besuch in der Elfensteintaverne auf dem Rückweg zu ihrer Unterkunft in der Herberge Zum Jadekrug.
Kurz nach einer Begegnung mit dem Bettler Arathulim Eichenzweig wurde die Familie von schemenhaften Angreifern überfallen.
Dabei wurde Feranduil Schlankbogen schwer verletzt und Maith Schlankbogen entführt.
Nachdem die Stadtwache dem spurlose Verschwinden ihrer Tochter hilflos gegenüber steht, setzt Elisven Schlankbogen eine Belohnung von einhundert Golddrachen für die Rettung ihrer Tochter aus.
Es gibt nur eine Gewissheit: Die Spur der Entführer weist in den Unterberg.

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